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Gütesiegel Prüfkriterien

Prüfkriterien zum Erhalt des Gütesiegel „Qualitätsgeprüfter psychologischer Berater VpsyB”

Psychologische Beraterinnen und Berater arbeiten mit Klienten und Klientinnen jedes Alters, die sich in belastenden Lebenssituationen, im Krisen und Konfliktsituationen mit einem ansatzweise klar umrissenen Problem an sie wenden, um dieses Problem zu fokussieren und zu lösen.

Wo wesentlich nicht ein Leidensdruck den Klienten Anlass zur Beratung sondern das Bedürfnis nach Sinnfindung, Selbstreflektion oder mehr Lebensqualität zur Konsultation eines psychologischen Beraters motivieren, kann auch der Wunsch nach Entwicklung von Ressourcen der eigenen Persönlichkeit sowie die Optimierung der Sozialkompetenz Beweggrund zur Beratung sein.

Psychologische Beratungsgespräche sind keine heilkundliche Behandlung. Die Beratung erfolgt ausnahmslos ausserhalb der Heilkunde

Im Rahmen der Qualitätsüberprüfung des VpsyB weisen Psychologische Berater vor Erhalt des Gütesiegels unter anderem folgende Kompetenzen nach:

Gesichertes psychologisches Beraterwissen in den Bereichen:

  • Entwicklungspsychologie
  • Persönlichkeitspsychologie
  • Systemische Psychologie
  • Verschiedene psychologische Beratungsschulen
  • Kommunikationspsychologie
  • Theoretische Grundlagen der psychologischen Beratungsarbeit
  • Gesprächsführung in der psychologischen Beratung
  • Krisenintervention

 

Grundwissen in den Bereichen:

  • Pädagogische Psychologie
  • Arbeits– und Organisationspsychologie
  • Sozialpsychologie

 

Berufliche Handlungskompetenzen:

Qualitätsgeprüfte psychologische Beraterinnen und Berater verfügen über umfangreiche beraterische Kompetenzen in der individualpsychologischen und psychosozialen Fall – und Problembearbeitung.

Dazu gehört fundierte Sachverständigkeit in den Bereichen:

Analyse komplexer Beratungssituationen:

  • Erstellung einer umfassenden Analyse von Situation, Problemstellung und Ressourcen
  • Priorisierung der Problembereiche und Fokussierung auf die Hauptproblematik
  • Auswahl der für den Klienten und die Beratung geeigneten Beratungsschule
  • Adäquater Umgang mit Möglichkeiten und Grenzen der Beratung

Planung von Interventionen:

  • Erstellen eines Beratungsplanes, der auf die mit dem Klienten vereinbarten Ziele ausgerichtet ist sowie inhaltlich und zeitlich klar strukturiert ist.
  • Berücksichtigung des sozialen und kulturellen Umfeldes
  • Individuelle, situationsbezogene Gestaltung des Beratungsplanes
  • Situationsadäquate Planung erprobter und wirkungsvoller Strategien, Methoden und Interventionen

Gestaltung des Beratungsprozesses

  • Fähigkeit zum Aufbau und zur Aufrechterhaltung einer vertrauensvollen Beratungsbeziehung
  • Befähigung empathische, wertschätzende und echte auf Gefühle, Gedanken und das Verhalten der Klienten zu reagieren
  • Angemessener Umgang mit den Prozessen von Übertragung und Gegenübertragung
  • Autonomie fördernde und wertschätzende Umsetzung der geplanten Intervention

Fortlaufende Evaluation des Beratungsprozesses

  • Verpflichtung zu verantwortungsvollem Handeln und besonderer Ethik ( Vgl Berufsordnung)
  • Umgang mit Krisensituationen
  • Umfangreiches Wissen im Umgang mit Krisen und Konflikten
  • Tools zum Gewähren von Schutz der Person in Gefahrensituationen
  • Fähigkeit zum stabilisieren in Krisensituationen, auch unter Betrachtung der Grenzen der eigenen Kompetenzen
  • Fundiertes Wissen, wann Klienten an spezialisierte Fachpersonen weiter zu verweisen sind
  • Qualität und professionelle Entwicklung
  • Reflektierte Planung, Umsetzung und Evaluation des beraterischen Vorgehens im Zusammenhang mit ihrem Beratungskonzept
  • Einhaltung der Sorgfaltspflicht in Aktenführung und Dokumentation
  • Weiterentwicklung der Beratungskompetenzen durch nachgewiesene Supervision, Selbsterfahrung und kontinuierlicher Weiterbildung.

 

Die mit dem Qualitätssiegel des VpsyB ausgezeichneten Berater zeigen Professionalität in der psychologischen Beratung durch die Verbindung von wissenschaftlichem Fachwissen mit individuellem Fallverstehen und durch ein klar strukturiertes, durchdachtes Beratungskonzept.

Sie übernehmen die Verantwortung für den Beratungsprozess und arbeiten autonom.

Sie verpflichten sich freiwillig zu ethischem Handeln, zur Einhaltung der Berufsordnung des VpsyB und zur regelmäßigen beruflichen Weiterentwicklung.

 

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