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Tätigkeitskatalog - Psychologischer Berater / Beraterin

Activity Directory for Non-Medical Psychological Counselors

 

 

 

 

 

 

Präambel

Die psychologische Beratung außerhalb der Heilkunde ist ein wissenschaftlich fundiertes, präventiv ausgerichtetes Interventionsfeld mit dem Ziel, psychische Gesundheit und Lebensqualität zu fördern und zu erhalten.

Die Beratung ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, sondern ergänzt diese im Sinne der Primärprävention und psychosozialen Unterstützung in unterschiedlichen Lebensphasen.

Methodische Grundlage sind das Non-Malefizienz-Prinzip (Schadensvermeidung) und das Benefizienz-Prinzip (Förderung des Wohlergehens).

Die Primärprävention sowie Angehörigenberatung – auch im Kontext der Mehrgenerationenperspektive – sind integrale Bestandteile dieses Tätigkeitsprofils.

Tätigkeitsfelder

Individuumsorientierte Beratung & Persönlichkeitsthemen

• Wissenschaftlich gestützte Lebenssituationsanalyse und Standortbestimmung
• Förderung von Selbstwahrnehmung und Reflexionsfähigkeit mittels validierter Methoden
• Zielarbeit und Zukunftsplanung unter Berücksichtigung individueller Ressourcen
• Stärkung des Selbstkonzepts und Werteklärung
• Entscheidungsfindung und Handlungskompetenz durch strukturierte Analyse und Intervention
• Entwicklung von Handlungs- und Lösungsstrategien auf Basis aktueller Beratungskonzepte
• Freizeitgestaltung zur Ressourcenaktivierung (z.B. nach dem salutogenetischen Ansatz)
• Unterstützung beim Umgang mit finanziellen Herausforderungen und Emotionsregulation im Kontext von Geld
• Reflexion von Beziehungsmustern bei Single-Lebensformen
• Bewältigung von Lebenskrisen unter Anwendung evidenzbasierter Krisenintervention
• Psychosoziale Krisenintervention
• Prävention und Intervention bei Einsamkeit
• Förderung der Emotionswahrnehmung und -regulation

Berufliche Themen, Arbeitswelt & Präventionsprogramme

• Wissenschaftlich fundierte Beratung zu Berufswahl und Karriereentwicklung (inkl. Employee Assistance Programmes, EAP)
• Entwicklung von Bewerbungsstrategien und individuellen Erfolgskonzepten
• Zeitmanagement, Stressbewältigung und Resilienzförderung nach aktuellen arbeitspsychologischen Standards
• Begleitung bei Übergängen wie Arbeitslosigkeit oder Pensionierung
• Prävention und Intervention bei Mobbing und arbeitsplatzbezogenen Konflikten auf Basis arbeitspsychologischer Modelle
• Organisationsberatung zu Alltags- und Arbeitsstrukturierung sowie Work-Life-Balance
• Psychohygiene und gesundheitsförderliche Umfeldgestaltung nach arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen
• Beratung von Unternehmen zu psychosozialen Belastungen von Mitarbeitenden (ohne Diagnostik psychischer Erkrankungen)
• Förderung von Resilienz und Lebensqualität durch evidenzbasierte Präventionsprogramme
• Stressmanagement und Burnout-Prävention auf Basis aktueller Forschung
• Entwicklung und Implementierung von EAP-Programmen
• Stärkung der psychischen Gesundheit im betrieblichen Kontext

Lebensabschnittsbezogene Themen

• Wissenschaftlich begleitete Beratung bei Krankheit, Tod, Trauer und Verlust
• Validation und Förderung von Autonomie und Persönlichkeit im Alter
• Angehörigen- und Pflegeberatung mit Fokus auf Kommunikation und Stressbewältigung
• Beratung von Angehörigen chronisch kranker Menschen (psychisch und somatisch) zur Stressreduktion
• Burnout-Prophylaxe durch primärpräventive Maßnahmen
• Beratung zu klimakterischen und andropausalen Veränderungen
• Förderung psychischer Gesundheit in allen Lebensphasen
• Konzepte für gesundes Altern auf Grundlage aktueller Gerontopsychologie

Beziehungsorientierte Beratung

Persönliche Beziehungsthemen

• Systemische Analyse und Beratung bei Partnerschafts- und Ehethemen (Konflikte, Krisen, Transitionen)
• Beratung zu Familienklima und -dynamik, inklusive Mehrgenerationenperspektive
• Trennungs- und Scheidungsberatung unter Anwendung systemischer und kommunikationspsychologischer Ansätze
• Erziehungsberatung auf Basis entwicklungspsychologischer Erkenntnisse (inkl. Lern- und Schulprobleme)
• Beratung zu Sexualität, Identität und Verhalten unter Berücksichtigung sexualwissenschaftlicher Modelle

Soziale Beziehungsthemen

• Konfliktmanagement und Entwicklung von Konfliktbewältigungsstrategien nach anerkannten Modellen
• Gruppen- und Teamberatung mit Fokus auf Interaktions- und Dynamikprozesse
• Supervision für berufsbezogene und ehrenamtliche Tätigkeiten

Kommunikationsthemen

• Gesprächsführung und Metakommunikation auf Basis aktueller Kommunikationstheorien
• Förderung sozialer Kompetenzen durch Modelllernen und Training
• Entwicklung von Gesprächs-, Führungs- und Verhandlungsfähigkeiten
• Unterstützung bei eingeschränkter Ausdrucksfähigkeit durch geeignete Interventionen

Grenzen der Tätigkeit

• Keine Diagnostik oder Behandlung psychischer Erkrankungen
• Keine Ausübung von Heilkunde gemäß PsychThG/Heilpraktikergesetz
• Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit ärztlichen oder psychotherapeutischen Fachkräften bei Verdachtsfällen

Ethik & Qualitätssicherung

• Verpflichtung zur kontinuierlichen wissenschaftlichen Weiterbildung
• Einhaltung ethischer Leitlinien, Schweigepflicht, Non-Malefizienz & Benefizienz
• Qualitätsmanagement und -kontrolle durch den Berufsverband VpsyB e.V.
• Sicherstellung der Klientensicherheit gemäß aktuellen Standards

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