Zertifizierungssystem des VpsyB
Unsere neuen Zertifizierungssysteme des Verbandes
Qualität in der psychologischen Beratung darf nicht dem Zufall überlassen werden.
Mit zwei aufeinander abgestimmten Zertifizierungssystemen schafft der VpsyB e.V. einen verlässlichen Rahmen –
- für Beraterinnen und Berater
- für Ausbildungsinstitute
Zwei Systeme, ein gemeinsames Ziel
Der Verband psychologischer Berater außerhalb der Heilkunde – Association for Non-Medical Counselors – hat zwei aufeinander abgestimmte Zertifizierungssysteme entwickelt, die gemeinsam einen verlässlichen Qualitätsrahmen für die psychologische Beratung außerhalb der Heilkunde schaffen:
Professional Counselor Certification – ProCounsel Cert ©.
Für Beraterinnen und Berater. Es bestätigt, dass eine Person ihre Beratungstätigkeit nach klaren Qualitätsstandards und in Übereinstimmung mit dem Ethik-Kodex des VpsyB ausübt.
ProCounsel Applied Education System ©.
Für Ausbildungsinstitute und ihre Lehrgänge. Es bestätigt, dass ein Ausbildungslehrgang den fachlichen, didaktischen und ethischen Anforderungen einer fundierten Ausbildung in psychologischer Beratung entspricht.
Die beiden Systeme greifen ineinander:
- Wer eine zertifizierte Ausbildung absolviert, hat verlässliche Voraussetzungen für die ProCounsel-Cert-Zertifizierung.
- Wer als Beraterin oder Berater ProCounsel-Cert-zertifiziert ist, hat seine Qualifikation in einem nachvollziehbaren, einheitlichen Verfahren nachgewiesen.
- Und wer als Ratsuchende oder Ratsuchender Unterstützung sucht, kann sich an beiden Siegeln orientieren.
Warum werden diese Systeme gebraucht?
Ausgangssituation
Das Berufsbild der psychologischen Beratung außerhalb der Heilkunde ist – anders als die heilkundliche Psychotherapie – nicht durch ein eigenes Bundesgesetz reguliert.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind klar (insbesondere § 1 Heilpraktikergesetz, § 1 Psychotherapeutengesetz und die einschlägige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts),
aber ein einheitliches Berufsregister oder eine staatliche Anerkennung gibt es nicht.
Das hat Konsequenzen:
Für Ratsuchende ist es schwer einzuschätzen, welche Beraterin oder welcher Berater tatsächlich qualifiziert ist – und welche Ausbildung dahintersteht.
Für Beraterinnen und Berater ist es schwer, ihre Qualifikation in einem unübersichtlichen Markt sichtbar zu machen.
Für Ausbildungsinstitute ist es schwer, sich von Anbietern minderer Qualität abzugrenzen.
Bedeutung unserer Zertifizierungssysteme
Genau diese Lücken schließen unsere beiden Zertifizierungssysteme.
Sie sind keine staatlichen Zertifizierungen – aber sie sind verbandlich getragene, transparent dokumentierte und fachlich fundierte Standards, die den Markt für alle Beteiligten lesbarer machen.
Die wissenschaftliche Grundlage
Beide Zertifizierungssysteme basieren auf den fachlichen Standards der Beratungswissenschaft, wie sie unter anderem im deutschsprachigen Raum durch das Standardwerk von Frank Engel, Frank Nestmann und Ursel Sickendiek (Das Handbuch der Beratung, 2004) dokumentiert sind.
Die methodischen Grundlagen speisen sich aus humanistischen, systemischen, lösungsfokussierten, kognitiv-behavioralen und psychodynamischen Beratungstraditionen – also aus genau jenen Quellen, die die internationale Counseling-Psychology-Forschung als wirksam beschreibt.
Drei Prinzipien prägen beide Systeme:
Evidenzinformierte Standards.
Die Anforderungen orientieren sich am aktuellen Stand der Beratungswissenschaft – an empirisch gut bestätigten Wirkfaktoren wie der Beratungsbeziehung (Echtheit, Wertschätzung, Empathie nach Carl Rogers) und an den methodischen Kernkompetenzen, die die internationale Forschung als professionsbestimmend identifiziert hat.
Ethische Verbindlichkeit.
Beide Systeme bauen auf den Kodizes des VpsyB e.V. auf – Ethik-Kodex, Qualitätskodex, Code of Conduct, Kodex Klientensicherheit.
Damit ist Qualität nicht nur eine fachliche, sondern auch eine berufsethische Frage.
Klare Abgrenzung zur Heilkunde.
Beide Systeme stellen die rechtlich klare Abgrenzung zur Heilkunde sicher. Sie qualifizieren ausdrücklich nicht zur Behandlung psychischer Erkrankungen, sondern zur professionellen Beratung psychisch gesunder Menschen mit nicht-heilkundlichen Anliegen.
Für wen unsere Zertifizierung relevant ist
Für Beraterinnen und Berater
Das ProCounsel Cert ist für Sie der Weg, Ihre Qualifikation sichtbar zu machen. In einem Markt, der von außen schwer zu durchschauen ist, schafft eine anerkannte Zertifizierung den entscheidenden Unterschied – für Ratsuchende, für potenzielle Kooperationspartner und für die eigene professionelle Identität.
Mehr zur ProCounsel Cert Zertifizierung für Berater und Beraterinnen
Für Ausbildungsinstitute
Mit dem ProCounsel Applied Education System können Sie Ihre Lehrgänge in einem strukturierten Akkreditierungsverfahren prüfen lassen und mit einem anerkannten Qualitätssiegel versehen.
Damit heben Sie sich von Anbietern ohne fachliche Standards ab und erleichtern angehenden Beraterinnen und Beratern die Wahl.
Mehr dazu auf unserer Seite zum ProCounsel Applied Education System.
Für Ratsuchende
Wenn Sie eine Beraterin oder einen Berater suchen, ist die ProCounsel-Cert-Zertifizierung Ihr verlässlicher Anhaltspunkt. Sie zeigt Ihnen: Diese Person hat ihre Qualifikation in einem strukturierten Verfahren nachgewiesen, arbeitet auf Grundlage anerkannter ethischer Standards und ist Teil eines Berufsverbandes mit klaren Beschwerdewegen.
Bei der Suche nach einer Ausbildung – etwa für sich selbst oder für eine angehörige Person – orientieren Sie sich am Siegel des ProCounsel Applied Education System.
Ihr Weg zur Zertifizierung
Ob Sie eine anerkannte Qualifikation als Beraterin oder Berater anstreben, ein Ausbildungsinstitut leiten oder als Ratsuchende einen kompetenten Berater suchen – unsere Zertifizierung ist der Schlüssel zu Qualität und Vertrauen in der psychologischen Beratung.
Auf den folgenden Seiten finden Sie alle Informationen zu Anforderungen, Vorteilen, Stufen und Prozessen.
Wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg
Bei Fragen zur Zertifizierung – als Beraterin oder Berater, als Ausbildungsinstitut oder als Ratsuchende – wenden Sie sich gerne an uns.
Telefon +49 (89) 23543044,
E-Mail in**@***yb.org.
oder vereinbaren direkt einen Gesprächstermin
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