Erweitertes Präsidium
Das Erweiterte Präsidium
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Was ist das erweiterte Präsidium
Das Erweiterte Präsidium ist ein beratendes Gremium des Verbandes, das das satzungsgemäße Präsidium (Vorstand im Sinne § 26 BGB) bei strategischen Entscheidungen unterstützt. Anders als das Präsidium hat das Erweiterte Präsidium keine eigene rechtliche Vertretungsbefugnis nach außen – es wirkt nach innen, als Resonanzraum für die Verbandsarbeit und als strukturelles Bindeglied zwischen dem Vorstand und den unterschiedlichen Fach- und Regionalperspektiven der Mitgliedschaft.
Damit erfüllt das Erweiterte Präsidium eine Funktion, die in einem wachsenden Verband unverzichtbar wird: Es sichert, dass strategische Entscheidungen nicht aus einer engen Perspektive heraus getroffen werden, sondern auf Grundlage der ganzen Bandbreite des Berufsfeldes – fachlich, regional und biografisch.
Warum braucht es ein erweitertes Präsidium
Die psychologische Beratung außerhalb der Heilkunde ist kein einheitliches Feld. Sie ist ein Mosaik aus zahlreichen Tätigkeitsfeldern, methodischen Schulen und regionalen Versorgungsstrukturen. Beratung in der Arbeitswelt unterscheidet sich von Familienberatung. Beratung in einer Großstadt folgt anderen Logiken als Beratung im ländlichen Raum.
Eine Beraterin mit pädagogischem Hintergrund bringt andere Perspektiven mit als ein Berater mit psychologischem Studium oder ein Quereinsteiger aus der Wirtschaft.
Ein Verband, der für dieses ganze Feld sprechen will, muss genau diese Vielfalt in seine Entscheidungsprozesse einbeziehen. Genau das leistet das Erweiterte Präsidium: Es repräsentiert verschiedene Fachbereiche und Regionen und wirkt in die strategischen Beratungen des Vorstandes ein.
Aufgaben des Erweiterten Präsidiums
Beratung des Präsidiums in strategischen Fragen.
Das Erweiterte Präsidium gibt Stellungnahmen, Empfehlungen und Hinweise zu strategischen Entscheidungen ab, die der Vorstand zu treffen hat – etwa zur berufspolitischen Positionierung, zur Weiterentwicklung der Zertifizierungssysteme oder zur Schwerpunktsetzung in der Mitgliederbetreuung.
Repräsentation von Fachbereichen.
Mitglieder des Erweiterten Präsidiums vertreten typische Tätigkeitsfelder der psychologischen Beratung – Arbeitswelt und EAP, Familien- und Paarberatung, Beratung älterer Menschen, Klientensicherheit, Trauerbegleitung, internationale und interkulturelle Beratung. Damit sichern sie die fachliche Anschlussfähigkeit der Verbandsarbeit an die Praxisrealitäten der Mitglieder.
Regionale Verankerung.
Mitglieder des Erweiterten Präsidiums vertreten unterschiedliche Regionen und Bundesländer – und sichern damit, dass die Verbandsarbeit nicht ausschließlich aus einer Perspektive entsteht, sondern die regionale Vielfalt des Berufsstandes abbildet.
Verbindung zur Mitgliedschaft.
Mitglieder des Erweiterten Präsidiums sind Ansprechpartner für Mitglieder in ihrem fachlichen oder regionalen Schwerpunkt. Sie tragen Anliegen, Fragen und Vorschläge aus der Mitgliedschaft in das Erweiterte Präsidium und damit in die Beratung des Vorstandes.
Mitwirkung bei berufspolitischen Initiativen.
Bei berufspolitischen Initiativen des Verbandes – etwa dem Mental Health Program, Stellungnahmen gegenüber Politik und Versorgungsstrukturen oder Kooperationen mit anderen Berufsverbänden – wirkt das Erweiterte Präsidium beratend und mitgestaltend mit.
Brücke zu den Kommissionen.
Das Erweiterte Präsidium arbeitet eng mit den Kommissionen des Verbandes zusammen – Ethik- und Ehrenkomitee, Zertifizierungskommission, Wissenschaftlicher Beirat, Fachkommissionen – und sichert die Anschlussfähigkeit der strategischen Verbandsarbeit an deren fachliche Erkenntnisse.
Zusammensetzung des erweiterten Präsidiums
Fachliche Vielfalt.
Die Mitglieder vertreten unterschiedliche Tätigkeitsfelder der psychologischen Beratung außerhalb der Heilkunde – damit kein Themenfeld systematisch unterrepräsentiert ist.
Regionale Verteilung.
Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Regionen und Bundesländern – damit die regionale Vielfalt des Berufsstandes auch strukturell sichtbar wird.
Methodische Pluralität.
Die Mitglieder bringen unterschiedliche methodische Hintergründe mit – humanistisch, systemisch, lösungsfokussiert, kognitiv-behavioral, psychodynamisch – damit die methodische Pluralität des Feldes auch im Gremium repräsentiert ist.
Generationenmischung.
Erfahrene Beraterinnen und Berater mit langjähriger Praxis arbeiten im Erweiterten Präsidium gemeinsam mit jüngeren Berufsangehörigen, die die Perspektive der nachwachsenden Generation einbringen.
Das erweiterte Präsidium wird vertreten durch:
Michael Hampel
Kathrin Heß
Melissa Lamy
Renate Soir
Veronika Winkler
Antje Ziller
Arbeitsweise
Das Erweiterte Präsidium tagt mehrmals jährlich – in der Regel in hybridem Format, das Präsenz und Online-Teilnahme verbindet.
Zwischen den Sitzungen wirken die Mitglieder in Arbeitsgruppen oder als individuelle Ansprechpartner für ihren Schwerpunktbereich.
Die Empfehlungen des Erweiterten Präsidiums werden vom Vorstand in seine Beratungen einbezogen. Sie sind nicht bindend – das Präsidium als satzungsgemäßer Vorstand trifft die Entscheidungen –, aber sie haben durch die Breite ihrer fachlichen und regionalen Perspektive erhebliches Gewicht.
Diese Konstruktion verbindet die rechtlich klare Entscheidungsstruktur des Vereinsrechts mit einer breiten, partizipativen Beratungspraxis. Sie schafft schnelle Handlungsfähigkeit, ohne die strategische Tiefe einzubüßen, die ein wachsender Berufsverband braucht.
Was leistet das erweiterte Präsidium für den Verband
Strategische Tiefe.
Strategische Entscheidungen sind besser, wenn sie nicht nur aus einer engen Perspektive getroffen werden. Das Erweiterte Präsidium gibt dem Vorstand die Resonanz, die er für tragfähige Entscheidungen braucht.
Glaubwürdigkeit nach außen.
Wenn der Verband mit einem breit aufgestellten Erweiterten Präsidium spricht, ist seine Stimme glaubwürdiger – gegenüber Politik, Versorgungsstrukturen und Öffentlichkeit. Sie spiegelt die ganze Bandbreite des Berufsfeldes wider.
Anschluss an die Mitgliedschaft.
Über die Mitglieder des Erweiterten Präsidiums bleibt der Vorstand mit der Mitgliedschaft in lebendiger Verbindung. Anliegen aus der Praxis erreichen die strategische Ebene zeitnah und ungefiltert.
Vorbereitung für künftige Strukturen.
Mitarbeit im erweiterten Präsidium ist oft auch eine Phase, in der zukünftige Vorstandsmitglieder Erfahrung sammeln und Verantwortung lernen – damit der Generationenwechsel im Verband gelingen kann.
Ein Verband, der sein Berufsfeld professionalisieren will, muss zuerst sich selbst gut aufstellen. Das Erweiterte Präsidium ist Teil genau dieser Aufstellung – breite Verankerung, strategische Beratung, lebendige Verbindung zur Mitgliedschaft.
Kontakt zum erweiterten Präsidium
Sie sind Mitglied und möchten ein Anliegen oder einen Vorschlag in das Erweiterte Präsidium einbringen? Sie sind Vertreterin oder Vertreter einer Organisation und suchen die fachliche Verbindung zu einem bestimmten Schwerpunktbereich? Sie interessieren sich für eine Mitarbeit im Erweiterten Präsidium?
Wir freuen uns auf den Austausch!
- Telefon +49 (89) 23543044,
- E-Mail: in**@***yb.org
- Bitte vermerken Sie in Ihrer Anfrage „für das Erweiterte Präsidium“ und nennen Sie nach Möglichkeit den fachlichen oder regionalen Schwerpunkt, der für Sie relevant ist..
Die Verbandsarbeit lebt von der Beteiligung ihrer Mitglieder. Wir freuen uns, wenn Sie Teil davon werden.
