Wissenschaftlicher Beirat

Wissenschaftlicher Beirat

Wissenschaftliche Fundierung und fachliche Weiterentwicklung der Beratungsstandards
VpsyB e.V. Verband Psychologischer Berater Association for non medical counselors

Beratung, die wirken soll, muss auf Wissen aufbauen – auf Wissen, das nicht stehen bleibt. Der Wissenschaftliche Beirat des VpsyB e.V. sichert genau diese Verbindung zwischen Beratungspraxis und Beratungswissenschaft.

Mission

Der Wissenschaftliche Beirat des VpsyB e.V. sichert die wissenschaftliche Fundierung der Verbandsarbeit.

 

Er gewährleistet, dass die Standards, Kodizes, Zertifizierungsverfahren und Fortbildungsangebote des Verbandes dem aktuellen Stand der Beratungswissenschaft entsprechen und sich kontinuierlich mit ihm weiterentwickeln.

Damit erfüllt der Beirat eine Schlüsselaufgabe: Er macht den Verband zu einem Akteur, der nicht nur an Tradition oder Marktinteressen orientiert ist, sondern an überprüfbaren wissenschaftlichen Maßstäben.

Genau diese Orientierung ist die Voraussetzung dafür, dass die psychologische Beratung außerhalb der Heilkunde als seriöse, qualitätsgesicherte Profession anerkannt werden kann.

Aufgaben des Wissenschaftlichen Beirats

Fachliche Begleitung der Verbandsarbeit

Der Beirat begleitet die fachliche Arbeit des Verbandes – von den Kodizes über die Zertifizierungsverfahren bis zu den Curricula der Fortbildungen und Weiterbildungen. Er nimmt zu fachlichen Fragen Stellung, gibt Empfehlungen ab und reflektiert die Verbandsarbeit aus wissenschaftlicher Perspektive.

Sicherung der wissenschaftlichen Anschlussfähigkeit

Die Beratungswissenschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter – methodisch, empirisch, theoretisch.

Der Beirat sichert, dass diese Entwicklungen in der Verbandsarbeit aufgenommen werden.

Bezugsfelder sind unter anderem die Counseling Psychology in ihrer internationalen Tradition, die Beratungsforschung im deutschsprachigen Raum (Engel, Nestmann, Sickendiek und andere), die Wirkfaktorenforschung in der Psychotherapie und Beratung, sowie die angrenzenden Felder der Sozialpsychologie, Entwicklungspsychologie und Persönlichkeitspsychologie.

Fachpublikationen und Stellungnahmen

Der Beirat erarbeitet Stellungnahmen, Empfehlungen und Fachpublikationen zu zentralen Fragen der psychologischen Beratung außerhalb der Heilkunde.

Damit ist der Verband sichtbar in der fachlichen Diskussion – als Stimme, die wissenschaftlich fundiert argumentiert und gehört wird.

Vernetzung mit Wissenschaft und Forschung

Der Beirat unterhält Verbindungen zu Hochschulen, Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichen Fachgesellschaften – sowohl national als auch im europäischen Raum.

Ziel dieser Vernetzung ist ein Austausch in beide Richtungen: Wissenschaftliche Erkenntnisse fließen in die Verbandsarbeit ein, und die Erfahrungen aus der Beratungspraxis werden für die Forschung sichtbar.

Begleitung des Mental Health Programs

Im Rahmen des Mental Health Programs – der berufspolitischen Initiative des Verbandes zur Anerkennung der psychologischen Beratung als Bestandteil des europäischen Mental-Health-Versorgungssystems – berät der Wissenschaftliche Beirat in fachlichen Fragen, sichert die wissenschaftliche Begründbarkeit der Forderungen und stellt Anschluss an die einschlägige Forschung her.

Empfehlungen für Fortbildung und Weiterbildung

Der Beirat gibt Empfehlungen, welche fachlichen Themen in Fortbildungen und Weiterbildungen aufgenommen werden sollten – mit Blick auf neue Forschungsergebnisse, gesellschaftliche Entwicklungen und sich verändernde Anforderungen in der Beratungspraxis.

Zusammensetzung des Wissenschaftlichen Beirats

Der Wissenschaftliche Beirat setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, die in unterschiedlichen Bereichen wissenschaftlich oder fachlich-praktisch ausgewiesen sind – Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschullehre und Forschung, erfahrene Praktikerinnen und Praktiker, Sachverständige aus angrenzenden Disziplinen wie Sozialpsychologie, Sozialarbeit oder Public Health.

 

Diese interdisziplinäre Aufstellung sichert eine breite fachliche Perspektive – und macht den Beirat zu einem Resonanzraum für Fragen, die sich nicht aus einer einzigen Disziplin allein beantworten lassen.

Arbeitsweise

 Der Beirat tagt regelmäßig – in der Regel zwei- bis viermal pro Jahr in präsenzlichem oder hybridem Format.

Zwischen den Sitzungen arbeitet der Beirat in thematischen Arbeitsgruppen an konkreten Fragestellungen, die sich aus der Verbandsarbeit oder aus aktuellen fachlichen Entwicklungen ergeben.

Die Empfehlungen des Beirats werden der Präsidentin und den anderen Kommissionen zugeleitet. Sie sind nicht bindend, sondern beraten – aber sie haben durch ihre fachliche Substanz und ihre wissenschaftliche Fundierung erhebliches Gewicht.

Warum ein Wissenschaftlicher Beirat unverzichtbar ist

In einem nicht staatlich regulierten Berufsfeld liegt es bei den Berufsverbänden selbst, wissenschaftlich fundierte Standards zu entwickeln und zu sichern.

Ohne eine wissenschaftliche Begleitung würden diese Standards der Gefahr unterliegen, von Marktinteressen, Modeströmungen oder kurzlebigen Trends bestimmt zu werden.

Der Wissenschaftliche Beirat ist die strukturelle Antwort auf diese Gefahr. Er ist die Instanz, die fragt: Stimmt das, was wir behaupten? Ist das, was wir lehren, fachlich fundiert? Sind die Anforderungen unserer Zertifizierungen wissenschaftlich begründbar?

Ein Berufsverband ohne wissenschaftlichen Beirat behauptet Qualität.

Ein Berufsverband mit aktivem Wissenschaftlichem Beirat begründet sie.

Kontakt zum wissenschaftlichen Beirat

Sie sind Wissenschaftlerin oder Wissenschaftler und interessieren sich für eine Mitarbeit oder Kooperation? Sie sind Journalistin, Journalist oder Sachverständige und suchen fachliche Auskunft? Sie sind Mitglied und möchten ein Thema in den Beirat einbringen?

Kontakt erhalten Sie über die Geschäftsstelle des VpsyB e.V.

 

Wir freuen uns auf den Austausch!

  • Telefon +49 (89) 23543044,
  • E-Mail: in**@***yb.org
  • Bitte vermerken Sie in Ihrer Anfrage, für den wissenschaftlichen Beirat.