Education
Ausbildung zum VpsyB zertifizierten psychologischen Berater / Beraterin (ProCounsel Cert)
Eine fundierte Ausbildung ist die Grundlage Ihrer späteren Beratungspraxis. Wir helfen Ihnen, die richtige zu finden – neutral, individuell und mit dem Blick eines Berufsverbandes, der den Markt seit Jahren beobachtet.
Sie möchten psychologische Beraterin oder psychologischer Berater werden?
Eine sehr gute Entscheidung – und gleichzeitig eine, die wohlüberlegt sein will. Denn der Markt für Ausbildungen in der psychologischen Beratung außerhalb der Heilkunde ist groß, vielfältig und nicht immer leicht zu durchschauen.
Es gibt hervorragende Lehrgänge mit klar strukturierten Curricula, qualifizierten Lehrkräften und substanziellen Praxisanteilen. Es gibt aber auch Angebote, deren Umfang und Tiefe nicht annähernd das halten, was die Werbung verspricht.
Wer in diesem Feld eine Ausbildung beginnt, investiert Zeit, Geld und Energie. Diese Investition soll sich lohnen – fachlich, persönlich und beruflich. Genau dafür gibt es unseren Service als Berufsverband: ein telefonisches Beratungsgespräch, in dem wir Sie individuell, neutral und praxisnah unterstützen, die für Sie passende Ausbildung zu finden.
Was wir im Beratungsgespräch klären
Als VpsyB e.V. kennen wir die unterschiedlichen Ausbildungsmodelle und Qualitätsmerkmale am Markt.
Im Gespräch klären wir gemeinsam, welche Form der Ausbildung zu Ihren persönlichen Voraussetzungen und Zielen passt – und worauf Sie bei der Auswahl eines Ausbildungsinstituts besonders achten sollten.
Im Beratungsgespräch unterstützen wir Sie unter anderem bei:
Der Einordnung Ihrer Ziele.
Beruflicher Einstieg in eine völlig neue Tätigkeit, Erweiterung einer bereits bestehenden Tätigkeit (etwa als Sozialpädagogin, Coach, Personaler, Pädagoge), oder Spezialisierung auf ein bestimmtes Beratungsfeld? Diese Unterscheidung verändert die Anforderungen an die passende Ausbildung erheblich
Der Klärung Ihrer Vorkenntnisse.
Welcher berufliche Hintergrund bringt welche Anschlüsse? Welche Vorerfahrungen lassen sich anrechnen? Wo gibt es Lücken, die geschlossen werden sollten?
Der Auswahl des passenden Formats.
Präsenz, Online, Hybrid oder Fernstudium? Jedes Format hat Stärken und Grenzen – und nicht jede Form ist für jeden Lerntyp und jeden Lebensumstand geeignet.
Der Orientierung zu Dauer und Umfang.
Wie viele Stunden Theorie, wie viele Stunden supervidierte Praxis? Wie lange läuft eine seriöse Ausbildung? Mit welchem Zeitaufwand pro Woche müssen Sie realistisch rechnen?
Der Frage nach Qualitätskriterien.
Welche Standards sollte ein seriöses Ausbildungsinstitut erfüllen? Woran erkennen Sie eine fundierte Ausbildung? Welche Warnsignale sollten Sie ernst nehmen?
Der Anschluss an Ihre gewünschte spätere Tätigkeit.
Welche Schwerpunktfelder, Zielgruppen oder Beratungssettings haben Sie im Blick? Welche Ausbildungen bereiten darauf besonders gut vor?
Warum gerade der Berufsverband Sie neutral beraten kann
Wenn Sie sich auf der Website einer Ausbildungseinrichtung informieren, erhalten Sie verständlicherweise vor allem Argumente für den dortigen Lehrgang. Das ist legitim, aber es macht es schwer, ein objektives Bild zu gewinnen. Genau hier liegt der Wert eines Beratungsgesprächs mit dem Berufsverband:
Wir verkaufen keine eigene Ausbildung.
Der VpsyB e.V. bietet selbst keine Ausbildungslehrgänge an. Wir können Ihnen deshalb tatsächlich neutral aufzeigen, welche Ausbildungswege es gibt – ohne kommerzielles Interesse an einer bestimmten Wahl.
Wir kennen den Markt.
Über unsere Mitgliederbasis, unsere Zertifizierungsverfahren und unseren fachlichen Austausch sehen wir täglich, was an verschiedenen Ausbildungsinstituten gelehrt wird – und was Absolventinnen und Absolventen tatsächlich an Kompetenzen mitbringen.
Wir kennen die Berufsrealität.
Wir wissen, was eine Beraterin oder ein Berater im Alltag wirklich braucht. Eine Ausbildung muss nicht das Maximum an Theorie liefern – sie muss zur tatsächlichen Berufspraxis hinführen.
Wir denken mit.
Eine gute Ausbildung ist nur der erste Schritt. Wir denken mit Ihnen darüber nach, wie es nach der Ausbildung weitergeht – Verbandsmitgliedschaft, Zertifizierung, Praxisaufbau, Vernetzung.
Worauf Sie bei der Wahl Ihrer Ausbildung besonders achten sollten
Ein zentraler Teil unseres Beratungsgesprächs ist die Frage: Woran erkenne ich eine seriöse, fundierte Ausbildung? Wir geben Ihnen hier schon vorab einige Anhaltspunkte – damit Sie das Gespräch mit konkreten Fragen vorbereitet beginnen können.
Inhaltliche Tiefe und Breite
Eine fundierte Ausbildung in psychologischer Beratung außerhalb der Heilkunde sollte mehrere große Themenbereiche systematisch abdecken:
Theoretische Grundlagen.
Beratungswissenschaftliche Grundlagen, Kommunikations- und Gesprächsführungstheorie, Entwicklungspsychologie, Persönlichkeitspsychologie, Theorien der Beratungsbeziehung.
Methodische Vielfalt.
Mindestens zwei oder drei methodische Schulen sollten substanziell vermittelt werden – etwa klientenzentrierte Beratung nach Rogers, systemische Methoden, lösungsfokussierte Ansätze, kognitiv-behaviorale Techniken.
Beratungsprozess und Setting.
Auftragsklärung, Anliegen- und Zielarbeit, Gesprächsstruktur, Abschluss und Beendigung von Beratung, Setting-Gestaltung in unterschiedlichen Kontexten.
Ethik und Klientensicherheit.
Berufsethische Standards, Umgang mit Übertragung und Gegenübertragung, Erkennen und Vermeiden von Grenzverletzungen, Schweigepflicht, Datenschutz.
Rechtliche Grundlagen.
Heilpraktikergesetz, Psychotherapeutengesetz, klare Abgrenzung zur Heilkunde, Versicherungsfragen, Vertragsrecht in der Beratungspraxis.
Praxisreflexion.
Selbsterfahrung, Rollenanalyse, Auseinandersetzung mit der eigenen Beraterpersönlichkeit – für eine Tätigkeit, in der die Person des Beraters selbst zum Werkzeug wird, ist das unverzichtbar.
Praxisanteile und Supervision
Theorie allein macht noch keine Beraterin und keinen Berater. Eine seriöse Ausbildung enthält substanzielle praktische Anteile:
Übungs- und Trainingseinheiten.
Rollenspiele, Live-Beratungen unter Anleitung, Videoaufzeichnungen mit Feedback, Peer-Übungen in Kleingruppen.
Supervidierte Praxisphasen.
Eigene Beratungsfälle, die unter qualifizierter Supervision reflektiert werden – nicht nur theoretisch besprochen.
Selbsterfahrung.
Eigene Erfahrung als Klientin oder Klient in Beratung oder Therapie ist in vielen seriösen Ausbildungen verpflichtend – und auch fachlich sehr begründet.
Qualifikation der Lehrkräfte
Wer unterrichtet? Diese Frage ist oft entscheidend. Achten Sie darauf:
- Akademische Qualifikation. Sind die Hauptdozentinnen und Hauptdozenten akademisch ausgewiesen – etwa durch ein abgeschlossenes Psychologie-, Pädagogik- oder Sozialwissenschaftsstudium?
- Eigene Beratungspraxis. Verfügen die Lehrenden über eine substanzielle eigene Beratungspraxis – nicht nur theoretisches Wissen?
- Lehrqualifikation und Erfahrung. Wie lange unterrichten die Lehrkräfte schon? Gibt es regelmäßige Supervision auch der Lehrenden?
Strukturierung und Transparenz
Eine seriöse Ausbildung legt offen, was sie bietet:
- Klar strukturiertes Curriculum. Inhalte, Stundenumfang und Lernziele sollten transparent dokumentiert sein – nicht erst auf Nachfrage erkennbar.
- Klare Aufnahmevoraussetzungen. Welche Vorbildung wird erwartet? Welche persönlichen Voraussetzungen sollten Sie mitbringen? Eine Ausbildung, die jeden ohne Prüfung aufnimmt, ist meist kein gutes Zeichen.
- Klare Prüfungs- und Abschlussregelungen. Wie wird der Lernerfolg geprüft? Wie sieht der Abschluss aus? Was bestätigt das ausgestellte Zertifikat genau?
- Faire Vertragsbedingungen. Klare Information zu Kosten, Zahlungsmodalitäten, Stornierungsbedingungen, Rücktrittsrechten.
Anschlussfähigkeit und Anerkennung
Eine gute Ausbildung öffnet Türen – nicht nur am Ausbildungsinstitut selbst:
- Verbandszertifizierung. Ist der Lehrgang von einem anerkannten Berufsverband zertifiziert (etwa nach dem ProCounsel Applied Education System des VpsyB e.V.)? Das ist ein wichtiger externer Qualitätsanker.
- Zugang zur Berufszertifizierung. Bereitet die Ausbildung auf eine anschließende Berufszertifizierung (etwa ProCounsel Cert) vor
- Vernetzung. Bietet das Institut Zugang zu kollegialen Netzwerken, Fortbildungen und Praxisaustausch über die Ausbildung hinaus?
Warnsignale, an denen Sie unseriöse Anbieter erkennen
Vorsicht ist geboten, wenn eines oder mehrere der folgenden Phänomene auftreten:
- Werbung mit Heilversprechen oder Heilkunde-nahen Begriffen wie „Heilung“, „Therapie“ oder „Diagnose“ – in der psychologischen Beratung außerhalb der Heilkunde rechtlich nicht zulässig.
- Sehr kurze Ausbildungsdauer (etwa wenige Wochenenden) bei gleichzeitig vollmundigem Werbeauftritt.
- Keine erkennbaren Aufnahmevoraussetzungen oder Eignungsgespräche.
- Fehlende oder unklare Angaben zu Lehrkräften und ihren Qualifikationen. Praxis- und Supervisionsanteile, die im Curriculum kaum oder gar nicht vorkommen.
- Hohe Druckverkäufe mit „Last-Minute-Rabatten“ oder „Nur-noch-zwei-Plätze-frei“-Logik.
- Keine Verbandszertifizierung und keine erkennbare Anschlussfähigkeit an anerkannte Berufszertifizierungen.
Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie mit uns – wir helfen Ihnen einzuordnen.
Unser Ziel
Unser Ziel ist, dass Sie eine qualitativ hochwertige Ausbildung finden, die Sie fachlich und praktisch solide auf Ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet – und dass Sie sich in einem derzeit noch nicht regulierten Berufsfeld sicher und gut informiert entscheiden können.
Eine fundierte Ausbildung ist nicht nur eine Voraussetzung für Ihre eigene Praxis. Sie ist ein Beitrag zu einem Berufsstand, der gerade dabei ist, sich seine Anerkennung zu erarbeiten – und der jede gut ausgebildete Beraterin und jeden gut ausgebildeten Berater braucht, um diese Anerkennung weiter zu festigen.
Vereinbaren Sie Ihr telefonisches Beratungsgespräch
Sie haben Fragen, sind unsicher, möchten zwei oder drei Optionen miteinander vergleichen?
Wir nehmen uns Zeit – persönlich, individuell und neutral.
Das Gespräch ist kostenfrei und unverbindlich.
Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und Ihren Weg in die psychologische Beratung außerhalb der Heilkunde zu begleiten.
Telefon +49 (89) 23543044,
E-Mail: in**@***yb.org
Online-Termin direkt buchen: vpsyb.org/informationsgespraech-termin-buchen/
