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Entscheidungsschwierigkeiten? Entscheidungsstress muss nicht sein!

 

Unentschlossenheit belastet viele Menschen im Alltag, viele haben mit Entscheidungs-Schwierigkeiten zu kämpfen. Das beginnt bei einfachen Dingen, zum Beispiel morgens vor dem Kleiderschrank: den grauen Blazer oder doch lieber den schwarzen?

Entscheidungsschwierigkeiten! Ein Problem, das immer mehr Menschen belastet – aber das muss nicht sein…
Solange es nur um die Auswahl eines Kleidungsstücks, eines Fernsehfilms oder einer Bestellung im Restaurant geht, sind Entscheidungsschwierigkeiten nicht besonders belastend. Meist gehen sie dann nur den Mitmenschen der Entscheidungsschwachen auf die Nerven, belasten damit schlimmstenfalls die Beziehung zu Ihren Liebsten.

Erheblich belastender wird es, wenn man jedoch Entscheidungen mit großer Tragweite treffen soll. Wenn man sich schon morgens kaum für die eine oder andere Jacke entscheiden kann, woher soll man dann wissen, ob man lieber beim Partner bleibt oder es besser wäre, die Beziehung zu beenden? Ob das neue Jobangebot das richtige ist?

 

Das sind dann Situationen im Leben, in denen man sich zu Entscheidungen gezwungen sieht, die von größter Tragweite sind – die vielleicht Lebensaspekte betreffen, die Sie bis jetzt als gegeben oder nicht veränderbar ansahen.
Welcher Weg ist der „richtige“ für mich? Auch jede Entscheidung, die Sie nicht treffen beziehungsweise aufschieben, ist eine Entscheidung – nämlich die Entscheidung, alles beim Alten zu lassen.

Viele Menschen lassen sich von dieser Frage so verunsichern, dass notwendige Entscheidungen sie lähmen und in Krisen stürzen können – aus Sorge, sich nicht richtig zu entscheiden oder aus allzu perfekten Vorstellungen heraus. 
So schieben Sie jedwede Entscheidungen von sich – oder warten so lange, bis der Entscheid sich letztendlich durch die Umstände aufdrängt und sich damit ihrer Entscheidungsfreiheit entzieht.

Wie aber äußern sich Entscheidungsschwierigkeiten?

Schwarz-Weiß-Denken:  
Hierbei werden Erfahrungen in gegensätzliche Extreme eingeteilt; eine Abstufung existiert nicht (gut-böse, richtig- falsch ). 

Selektive Sicht:  
Hier wird oftmals ein einziger negativer Gesichtspunkt einer Situation überbewertet, während die anderen positiven Aspekte nahezu nicht mehr wahrgenommen werden. 

Katastrophisierendes Denken:
Als Folgen der Entscheidung werden nur negative Ereignisse prophezeit. Alle anderen Eventualitäten werden ausgeschlossen.

Übergeneralisierung:
Ein negativer Aspekt einer Situation wird gleich auf die ganze Person bezogen. 

Personalisierung: Ereignisse werden ohne ersichtlichen Grund auf die eigene Person bezogen. 

Was ist das Problem? – Gründe für Entscheidungsschwierigkeiten

Die Ursachen für Entscheidungsschwierigkeiten wurzeln meistens tief und bestimmen irgendwann das gesamte Leben, welches täglich geprägt ist von unzähligen großen und kleinen, bewussten und unbewussten Entscheidungen. Existiert in diesem Bereich unserer Persönlichkeit eine Blockade, hat diese Tatsache deshalb auch eine ‚entscheidende‘ Wirkung auf das gesamte Leben.

Sobald dann mehrere Wahlmöglichkeiten bestehen, fühlen wir uns schnell überfordert und geraten unter Stress. 
Oftmals ist der Ausgang unserer Entscheidung natürlich ungewiss, die Entscheidung legt uns vielleicht für mehrere Jahre fest, hinzukommt dass wir diesbezüglich auch von anderen bewertet oder kritisiert werden, schlimmstenfalls können Konflikte, beispielsweise mit nahen Angehörigen auftreten. 
Darüber hinaus sind Entscheidungen manchmal auch mit Verlusten verbunden, denn wenn Sie zu Etwas „ja“ sagen, dann müssen Sie vermutlich auf das andere verzichten. Dieser Verlust wirkt sich dann wiederum negativ auf das individuelle Belohnungssystem aus- in der Folge fühlen Sie sich dann schlecht. 
Sich entscheiden, heißt zwangsläufig auch Verantwortung übernehmen und vielleicht ist gerade diese aktuelle Entscheidung auch die erste Wirkliche in Ihrem Leben, für die Sie auch die Konsequenzen zu tragen haben. Folglich geraten Sie auch noch in eine Rechtfertigungsposition: „Warum haben Sie gerade diese Wahl getroffen hat und nicht eine andere?“.

Aus der Möglichkeit zu wählen kann ein ähnlicher Zustand entstehen wie bei Überstimulation: die verschiedenen Entscheidungsmöglichkeiten können letztlich einfach nur noch überfordernd wirken – es entsteht ein „Entscheidungsstress“.

Neben dem Punkt der „zu großen Auswahl“ können Entscheidungsschwierigkeiten auch noch weitere Ursachen haben: 

  • Sie scheuen sich, „unsichere“ Schritte zu gehen. Es sollte vielmehr alles berechenbar und „sicher“ sein.
  • Sie haben hohe Erwartungen und Ansprüche an uns selbst. Unsere Entscheidung soll die „perfekte Lösung“ sein.
  • Vielleicht wurden Ihnen auch schon in der Jugend Entscheidungen abgenommen, weil Sie für einen Entscheid länger brauchten als andere – oder schüchtern, ängstlich und unsicher wirkten.
  • Sie durften in unserer Jugend nicht in vernünftigem Masse Risiken eingehen bzw. haben dafür keinen Schutz erfahren.
  • Oftmals haben Menschen die Tendenz, sich anzupassen und andere für sich entscheiden zu lassen, weil die Angst besteht, sich zu exponieren und Verantwortung übernehmen zu müssen.
    Auch Lebensängste, Traumata, psychische Erkrankungen, schlechte Erfahrungen mit Entscheidungen etc. können unsere Entscheidungsfähigkeit lähmen.

Es gibt also zahlreiche Ursachen, warum man sich nicht oder wenn nur schwer entscheiden kann. Meist sind es diverse Unsicherheiten, die bei der Entscheidungsfindung hindern. Die Angst vor den Konsequenzen und der Verantwortung oder der Glaube, nicht genügend Kraft zu haben, mit der Verantwortung leben zu können.
Wir wollen die hundertprozentige Sicherheit die richtige Alternative zu wählen. Wir wollen uns nicht vorwerfen müssen, eine falsche Entscheidung getroffen zu haben.

Bedauerlicherweise wird man aufgrund der der Dynamik des Privat- und Berufslebens zwangsläufig immer wieder damit konfrontiert, Entscheidungen treffen zu müssen
Steht man dann noch unter zusätzlichem Stress oder befindet Sie sich noch im Konflikt mit sich selbst, bleibt der klare Blick verstellt.

 Es wird immer belastender, mit der anstehenden Entscheidung umzugehen, man glaubt sich ständig im Kreis zu drehen – auch nachts wälzt man nur noch dieses Problem. Schlimmstenfalls folgen starke Selbstzweifel, Versagensgefühle und dauerhafte Niedergeschlagenheit…

Man hat Angst die falsche Entscheidung zu treffen, den Konsequenzen nicht gewachsen zu sein und einen großen Fehler zu begehen.

Doch soweit muss es nicht kommen!
Denn genau dann, wenn Sie das Gefühl haben, allein mit einer Thematik nicht mehr weiterzukommen, sind die psychologischen Berater für Sie da.

Im Rahmen von psychologischen Beratungsgesprächen werden gemeinsam mit Ihnen zunächst neue Problemlösungsstrategien erarbeitet und anschließend deren Umsetzung fachlich begleitet.
Gemeinsam mit einem kompetenten, objektiven psychologischen Berater gehen Sie der Fragestellung auf den Grund, arbeiten dann zentrale Kriterien für die Entscheidung heraus und betrachten detailliert, welchen individuellen Werten, Gründen und Prinzipien die Entscheidung entsprechen soll. In den Beratungsgesprächen Sie objektive Unterstützung, die Vor- und Nachteile abzuwägen.

Jedoch muss eine Entscheidung nicht nur gefällt werden muss – sie sollte dann auch umgesetzt werden. Dazu erarbeitet der psychologische Berater gemeinsam mit Ihnen dann Umsetzungsstrategien damit letztendlich die Entscheidung auch stressfrei und positiv umgesetzt werden kann.

Psychologische Beratung ist jedoch keine Heilbehandlung – und soll es auch nicht sein. Psychologische Beratung ist vielmehr eine bewusste und geplante psychologische Beratung und Begleitung von gesunden Menschen jedes Lebensalters in den verschiedensten Problem- und Entscheidungssituationen in Anspruch angenommen werden.